Let's go Magazin
03/23
9/11

Verspätungen:
Wenn der Zug ins Stocken gerät. 

Zugfahren ist eigentlich eine sehr entspannte Art der Fortbewegung. Wir können lesen, essen und trinken, Musik hören, Filme auf dem Tablet ansehen oder einfach aus dem Fenster schauen. Wenn am Beginn einer Zugfahrt oder mittendrin aber Störungen und damit verbundene Verspätungen auftreten, ist es ganz normal, dass Reisende genervt sind. Vor allem auch Berufspendler:innen, die auf Pünktlichkeit unbedingt angewiesen sind. Ein grundsätzlicher Tipp von uns: Informiere dich vor Reiseantritt – am besten via App – über bereits bekannte Störungen bzw. Verspätungen deines Zuges. Dann kannst du meist noch rechtzeitig eine alternative Zugverbindung raussuchen. 

Bevor wir dir ein paar Tipps geben, wie du die unfreiwillig gewonnene Zeit einigermaßen sinnvoll nutzen kannst, möchten wir zunächst einige Gründe für Zugverspätungen nennen:

Technische ProblemeKomplexe Technik der Züge – auch wenn die Flotte wie bei Go-Ahead modern und gut gewartet ist, kombiniert mit Störungen an der Infrastruktur können leider zu Problemen führen. Dazu gehören beispielsweise defekte Bahnübergänge oder Stellwerkstörungen, Gleislagefehler, Brückenanfahrschäden oder auch eingefrorene Weichen oder defekte Oberleitungen. Aus Sicherheitsgründen kann es dann zu plötzlichen Stopps auf freier Strecke oder zu einem Langsamfahrgebot für die Zugführer:innen, was zwangsläufig Verspätungen zur Folge hat.

Externe EinflüssePersonen, Tiere oder Unfälle auf den Gleisen sowie medizinische Notfälle an Bord eines Zuges können ebenfalls Verspätungen verursachen. Es kann notwendig sein, auf Rettungsdienste oder technisches Personal zu warten, um die Situation zu klären. Auch durch PKWs beschädigte Bahnübergänge können zu Störungen führen.

Wetterbedingte StörungenHöhere Gewalt, wie z.B. extreme Stürme, die Bäume zum Umstürzen auf Gleise oder Oberleitungen bringen, kommen zum Glück recht selten vor. Aber wenn es passiert, dann verursachen die Naturgewalten große Schäden, die nicht auf die Schnelle behoben werden können. Auch Hochwasser kann zu Sperrungen von Strecken führen.

KettenreaktionenWenn ein Zug, der vorwegfährt, sich verspätet, eine Panne hat und nicht überholt werden kann, wirkt sich dies meist auf nachfolgende Züge aus. Dies ist vor allem bei eng getaktetem Fahrplan und eingleisigen Abschnitten der Fall. In solchen Engstellen haben Güter- und Fernverkehrszüge Vorrang. Kommt es hier zu Verzögerungen, müssen eigentlich pünktliche Regionalzüge warten. Im ungünstigsten Fall können sich all diese Faktoren summieren und das System gerät vorübergehend aus dem Gleichgewicht.

Stoßzeiten am BahnsteigWenn sehr viele Menschen auf einmal in einen Zug einsteigen wollen – zum Beispiel, weil sie zu einem großen Musik-Event oder Fußballspiel wollen, kann es auf den Bahnsteigen unseres Netzgebiets schon mal eng werden. Bis alle Fahrgäste eingestiegen sind, kann es eine Weile dauern. Dies trifft auch auf die Stoßzeiten am Morgen und Nachmittag zu. Und leider führen diese Stoßzeiten am Bahnsteig auch zu Verzögerungen, die nicht immer wieder aufgeholt werden können.

Baustellen und StreckensanierungenWichtige Bauarbeiten zur Modernisierung, Instandhaltung oder Erweiterung entlang der Strecke, durchgeführt von der DB Netz AG, sind leider immer wieder ein Grund für Verzögerungen im Fahrplanablauf und nicht immer vorhersehbar.


Wie du die Zeit nutzen kannst, wenn es mal nicht weitergeht.


Lesen oder zuhören
Ob Buch, Tageszeitung, Magazin oder E-Book. Lesen ist immer ein guter Zeitvertreib. Das gilt auch für Hörbücher und Podcasts. Nutze die Wartezeit, um deinen Geist zu entspannen und abzuschalten.

Digitale Aufräumaktion 
Lösche unnötige Fotos oder Apps von deinem Smartphone, sortiere deine E-Mails oder organisiere deine Dateien. Das kann nicht nur den Speicherplatz freigeben, sondern auch ein Gefühl der Ordnung schaffen.  


Gedanken sammeln
Hört sich banal an, ist es aber nicht. Wann im stressigen Alltag hat man genau dafür mal Zeit? Du könntest Ideen für Projekte entwickeln, dein nächstes Ziel visualisieren oder einfach über persönliche Angelegenheiten nachdenken. 


Kommunikation pflegen
Nutze die Gelegenheit, um mit Kolleg:innen, Freunden oder Familie zu kommunizieren. Schreibe Nachrichten, antworte auf E-Mails oder rufe jemanden an, mit dem Du länger nicht gesprochen hast. Du kannst auch Meetings oder Calls vom Zug aus durchführen.