Titelfoto: Das Augsburger Modular Festival bietet eine klimafreundliche Show. © Samuel Tschaffon
Ein Vorreiterrolle für klimaschonendes Feiern nimmt seit vielen Jahren das Münchener Tollwood Festival ein. Beim biozertifizierten Festival werden nicht nur die Gastro-Anbieter und das Programm sorgfältig kuratiert. Es wird auf das kleinste Detail geachtet, vom Recyclingpapier bis zum Ausgleich von Klimagasen. Ähnlich beim Umsonst & Draußen in Würzburg. Hier wird nicht nur nur Müll getrennt, sondern auch Ökostrom genutzt. Und dass traditionell nicht gleich rückschrittig bedeutet, beweist das Dachauer Volksfest. Zusammen mit dem Verein Foodsharing und der Tafel werden übriggebliebene Lebensmittel am Ende des Tages verwertet. Das Ergebnis: Weniger Essen landet im Müll.
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Besonderen Wert auf Transparenz legt das Modular Festival in Augsburg. Mithilfe eines selbst entwickelten CO2-Rechners identifizieren die Betreibenden ihre eigenen Defizite und arbeiten an klimaneutraleren Lösungen – beispielsweise mit Regio-Feststrom, einem Recyclingkonzept in Zusammenarbeit mit dem Abfallwirtschaftsamt, Bio- und Fairtrade Merch sowie einem Fokus auf regionalem und vegetarischem Catering.
Auch Clubbing geht nachhaltig
Auch in kleinerem Partyrahmen wird die Umwelt geschont, zum Beispiel im City Club in Augsburg. Dieser handelt vor allem im Bereich Lebensmittel ökologisch und bietet beispielsweise Apfelsaft mit Äpfeln aus eigenem Anbau an und setzt auf Bioweine. Wie die Natur ganz einfach in die Stadt geholt wird, zeigt das Bahnwärter Thiel.
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Der vielseitige Ort macht Kunst und Kultur erlebbar, egal ob bei Clubnächten, Workshops, Ausstellungen oder beim gemeinsamen Gärtnern im Bahngarten. Eine große Rolle spielt Recycling: Statt in den Müll zu wandern, wird so aus einer alten Badewanne zum Beispiel ein Gemüsebeet.
Zukunftsmusik ist grün
Mit klassischer Musik verbreitet das Münchener New World Orchestra die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UNO) und gestaltet ein innovatives Konzertprogramm. Dabei verfolgt es vor allem fünf Ansätze: Faire Bezahlung, grüne Reiserichtlinien, Müllvermeidung auf Reisen, umweltfreundliche Printprodukte und Nachhaltigkeit als künstlerischen Gegenstand.
Umweltfreundliche Theaterstücke gibt es im Augsburger Staatstheater, Jungen Theater und im Theater Chambinzky in Würzburg. Klimaschonend inszeniert wird beispielsweise durch die Wiederverwendung des Bühnenbilds oder der Kostüme. Aber nicht nur hinter den Kulissen spielt die Thematik eine Rolle: Das Stück „Momo und die Zeit der Dinge“ im Jungen Theater behandelt auch auf der Bühne den Klimawandel.
Kunst schützt Klima
Durch verschiedene Maßnahmen wie einer guten Anbindung an den ÖPNV, die Wiederverwendung von Materialien aus Ausstellungsbauten sowie das Angebot regionaler, biologischer Lebensmittel im Museumscafé wird ein ressourcenschonender Besuch des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben ermöglicht. Und auch viele weitere Museen im Go-Ahead-Land wie das Münchener Lenbachhaus, das Museum im Kulturspeicher in Würzburg oder das Augsburger Naturmuseum gestalten ihre Ausstellungen umweltfreundlich und optimieren ihren Betrieb immer weiter unter Nachhaltigkeitsaspekten.
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Nachhaltig Kultur erleben – das ist in unserer Heimat zum Glück immer häufiger möglich. Immer mehr Betriebe und Institutionen legen los und ziehen nach. Und das Beste: Mit unseren Zügen bringen wir dich ganz entspannt und nachhaltig zu deinem nächsten Kultur-Erlebnis. Und danach auch wieder heim!